Die Juniorwahl 2017

Dieses Jahr war wieder die Bundestagswahl in Deutschland. Und da heißt es nicht nur für alle Volljährigen, dass es zum Wählen geht. Nein! Auch viele Schüler, an 3.490 verschiedenen Schulen ab der 7. Jahrgangsstufe, in ganz Deutschland haben gewählt.

Das Projekt, an denen die Schulen freiwillig und kostenlos teilgenommen haben, nennt sich „Juniorwahl“ und dient dazu, die Schüler möglichst realitätsnah auf künftige Bundestagswahlen vorzubereiten. Die „Juniorwahl“  gibt es seit 1999 und kommt bei vielen Leuten, besonders bei den Schülern und Lehrern, sehr gut an. Außerdem ist sie inzwischen zum größten Schulprojekt Deutschlands herangewachsen.

Zunächst nehmen die Schüler mit ihren Lehrern das Thema Demokratie und Wahlen im Unterricht durch. Dann informiert man sich über die verschiedenen Parteien und deren Ziele. Und schließlich findet dann die Wahl an den einzelnen Schulen statt. Wie bei der richtigen Wahl gibt es auch hier Wahlbenachrichtigungen, Wählerverzeichnisse, Stimmzettel des Schulwahlkreises mit Erst- und Zweitstimme, Wahlkabinen und eine Wahlurne. Das Wahlergebnis wurde dann am Sonntag den 24.09.17 um 18:00 Uhr, wie bei der richtigen Wahl, auf der Website veröffentlicht. Insgesamt wurden um die 800.000 Stimmen abgegeben. Davon waren ca. 780. 000 Stimmen gültig. 

Bei den Zweitstimmen erreichte die CDU/CSU die Mehrheit, allerdings mit „nur“ 27%. Auf Rang zwei landete die SPD mit 19,3%. Erstaunlich war das Ergebnis der Grünen, die mit 17,9% Drittplatzierte wären, sowie das Ergebnis der AFD, die anders als bei der echten Wahl, nur 6% Stimmen bekamen. Auffällig ist auch, dass sich viele Jugendliche für sonstige Parteien, wie zum Beispiel die „Tierschutzpartei“(2,6%) und „Die Partei“(4,4%) interessieren.                             

Es waren offensichtlich so viele Leute auf die Ergebnisse der Juniorwahl gespannt, dass die Internetverbindung zusammenbrach und die Homepage lange Zeit nicht aufrufbar war. Wie man sieht unterscheiden sich die Ergebnisse deutlich gegenüber denen der richtigen Wahl. Für uns war die Juniorwahl eine lehrreiche Sache und wir wissen jetzt schon, wie wir in ein paar Jahren bei der nächsten Bundestagswahl vorgehen müssen.

Lucia S. und Florian W. (Klasse 10MA)