Unser Klassenaufenthalt dauerte nur zweieinhalb Tage, aber er fühlte sich an wie eine ganze Woche voller Erlebnisse. Schon am ersten Tag waren wir fast nur draußen – und das Wetter meinte es richtig gut mit uns. Die Sonne schien, die Luft war frisch und die Stimmung von Anfang an super.
Ein großes Highlight war der Seilbahnbau über eine kleine Schlucht. Gemeinsam suchten wir einen sicheren Platz, spannten Seile, knoteten, probierten aus – und dann traute sich einer nach dem anderen über die Konstruktion. Manche zitterten ein bisschen, andere lachten vor Freude, aber am Ende schafften es alle bis auf die andere Seite. Da war Teamwork gefragt, und wir merkten, wie gut wir zusammenarbeiten können.
Später schnitzten wir Stöcke, denn am Abend sollte es Stockbrot und Marshmallows am Lagerfeuer geben. Einige Stöcke wurden wahre Kunstwerke. Am Feuer wurde gelacht, erzählt, geröstet und manchmal auch versehentlich verbrannt – aber das gehörte einfach dazu.
Am nächsten Tag organisierte ein Schüler sogar ein eigenes Fußballturnier, und viele machten begeistert mit. Die anderen jubelten am Rand und feuerten ihre Lieblingsspieler an. Außerdem hatte Franzi ein spannendes „Wegfinder-Spiel“ vorbereitet, bei dem wir in Teams versuchten den richtigen Weg zu finden – aber auch diese Herausforderung haben wir gemeistert.
Natürlich gab es auch gemeinsame Mahlzeiten, bei denen wir viel lachten und den Tag Revue passieren ließen. Und weil gerade Halloween war, wollten wir eine Halloweenparty selber organisieren, mit Musik, Spielen und Kostümen, aber nach kurzer Zeit war es uns wichtiger gemeinsam zu spielen und das war dann auch für alle ok. Die Stimmung war gut und keiner wollte schlafen.
Am Ende waren wir müde, aber zufrieden. Wir hatten viel erlebt, waren die ganze Zeit draußen an der frischen Luft und hatten einfach richtig viel Spaß zusammen. Dieser Aufenthalt wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Judith Fischer, L